Sommer-end-Wahlkampf-Rave für eine Zukunft mit Zukunft
Freunde der gepflegten Unterhaltung,
ihr merkts, der Sommer ist mal wieder vorbei. Und Wahlkampf ist auch. Besser wirds also zweifach nicht. Also versuchen wir nochmal dem Wetter und anderen Mächten zu trotzen - Am Sonntag werden wir ab 12Uhr eine kleine Grünfläche in Hammerbrook bespielen. Und zwar die hier: http://tinyurl.com/lzxf5s
Am besten kommt ihr dahin, wenn ihr die bahn bis hammerbrok nehmt und dann 5minuten in richtung elbbrücken marschiert. Nachdem ihr an der MagnusHall vorbei seid und die Bille überquert habt, geht ihr rechts auf die Grünfläche und seid auch schon da. Naja..oder mit dem fahrrad oder dem taxi.
Poesie statt Politiker Phrasen!
Die Straßen voll mit Photoshop geschminkten Bleichgesichtern, der Blick wie ihre Botschaften ins Leere gerichtet. Wie wärs mal als Alternative zu den Belanglosigkeiten, die nicht mal mehr eine bessere Welt suggerieren wollen, mit ein wenig Inhalt? Wir hätten da ein paar Vorstellungen & Forderungen – Fangen wir im großen an: Die Leitidee dass es allen gut geht, wenn nur unheimlich effizient Waren und Geld hin und her getauscht werden. Möglichst in jedes Land und jede Ecke der Welt, ist grandios gescheitert. Weder das Leid der (dritten) Welt, noch die natürlichen Lebensgrundlagen, und erst recht nicht das gute Leben für alle die sich hier irgendwie mit oder ohne Lohnarbeit durchschlagen, haben irgendwas von einem globalen Kapitalismus. Im Gegenteil: Keiner braucht das Kapital, seine Ungerechtigkeiten und das Unglück Der Klimakollaps droht, die Börsen sind gecrasht, der Finanzirrsinn an seiner eigenen Gier und der Unmöglichkeit, irgendwas sinnvolles außer Überschüße zu produzieren, gescheitert – und anstatt jetzt endlich mal was neues zu versuchen, verschulden wir die nächsten Generationen, damit der ganze Quatsch schön weitergehen kann. Show must go on? Wir wollen mal wat anderes. No rewind, selector – fast forward.
Machen wir im kleinen weiter: In Hamburg wird die „Entwicklung“ einer Stadt ebenso in Wertsteigerungen bemessen – so ist das halt, im Kapitalismus. Mieten rauf, Ketten rein, noch ne leerstehende Büroimmobilie dahin, wo früher Leben herrschte. Kulturelle und nachbarschaftliche Zusammenhänge werden auseinandergerissen, Clubs müssen zumachen, nix neues entsteht nicht – das ist Fortschritt. Der Unmut ist zur Zeit an allen Ecken zu spüren, immer mehr fordern ein Recht auf Stadt – die Stadt zum Möglichkeitsraum für ihre Menschen! Freiraäume, um neues auszuprobieren, zusammen zu wohnen, zu arbeiten, Ideen zu entwickeln – abseits der Verwertbarkeitslogik des Geldes. Von sowas wollen sie nix wissen, die leeren Gesichter – sie würden da auch nicht reinpassen. Deswegen solidarisieren wir uns mit all denen, die wenigstens im kleinen dafür kämpfen, dass irgendwas anderes wird:
Gängeviertel zum Künstleridyll !
Community Center Statt Bernhard-Nocht Quartier ! Kogge bleibt Kogge !
Kulturhochhaus Altona statt Ikea & Tiefgaragen!
Keine Schließung von Waagenbau, Astra-Stube, Fundbureau !
Tanzende Menschen statt tanzende Türme !
Erhalt des Gartenkunstnetzes in der Eifflerstraße !
Keine Fällung der Bäume und Verschandelung der Parks und Grünanlagen in Altona für Vattenfall –Fernwärmetrasse !
Machen wir statt wachsenden Werthaufen das wahrhaftige Wohl des Einzelnen zur Leitmaxime – Für einen solidarischen – Für was ganz, ganz anderes!
Hedonistische Internationale – Brigade Rote Sonne..

